Neubau von Hochwasserrückhaltebecken an Freiberger Mulde und Bobritsch

ICL Ingenieur Consult

Die Funktion

Außerhalb der Einstauzeiten bleibt der Charakter der Bobritzsch auch innerhalb des Beckenraumes erhalten. Abflüsse bis zu einem zweijährigem Hochwasserereignis, das entspricht einem Abfluss von etwa 5 Kubikmeter je Sekunde, werden ohne Einstau durch den Ökostollen geführt. Größere Abflüsse werden auf diesen Wert, die sogenannte Regelabgabe, gedrosselt, wobei sich der Hochwasserrückhalteraum hinter dem Dammbauwerk füllt. Dabei fließt das Wasser in der Bobritzsch bereits überwiegend bordvoll ab, das heißt, der Wasserspiegel erreicht in einigen kritischen Bereichen bereits die Oberkante der Uferböschungen. Außerhalb der Ortslage bedeutet dies sogar Ausuferungen, welche aber nicht schadbringend sind.

Nach Absinken des Hochwasserspiegels beginnt die Entleerung des Beckens. In Abhängigkeit von der eingestauten Wassermenge beträgt die Einstau- und Entleerungszeit zwischen drei und maximal zwanzig Tagen liegen kann. Durch Erhöhung der Abgabemenge aus ökologischen Gründen auf bis zu 10 Kubikmeter je Sekunde kann die Entleerungszeit deutlich verkürzt werden, wenn daraus keine weitere Gefährdung bebauter Gebiete resultiert.

Die Bauzeit wird ca. 4,5 Jahre betragen.

© ICL Ingenieur Consult 2011